Einspritzanlage und Drosselklappenbank

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phulc
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Einspritzanlage und Drosselklappenbank

Beitragvon phulc » 2012-02-19 23:49

Guten Tag zusammen.

Ziel ist im aktuellen Projekt, zwei 40er Doppelvergaser zu ersetzen. Eine Einspritzanlage und Drosselklappenbank wie die abgebildete ist für mich interessant, wenn man sie in der Mitte teilen kann. Dafür müssen auf der dem Motor zugewandte Seite (siehe beiliegendes Foto) ...

    ... B+C=90mm sein oder auch die Drosseln 1 und 2 bzw. 3 und 4 sich trennen und auf diese Entfernung bringen lassen.
    ... A idealerweise zwischen 36 und 41mm sein.
Die anderen Maße sind in diesem Fall unwichtig.

Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie die eine oder andere Anlage, die augenscheinlich in Frage kommt, genauer vermessen (lassen) und mir sagen könnten, bei welchen Motorrädern diese verbaut wurden. Vielleicht findet sich ja etwas für mich Brauchbares. Es würde mir schon gut gefallen, wenn es eine Lösung gäbe. Innerhalb Deutschlands verständigt es sich einfach leichter; mein japanisch ist miserabel ;-)

Vielen Dank und herzliche Grüße
FF
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BING-VJ

Re: Einspritzanlage und Drosselklappenbank

Beitragvon BING-VJ » 2012-02-20 12:56

Hallo phulc,

das ist aber eine recht spezielle Sache, die Sie da wollen... Ich befürchte, das wird schwierig. Von der Durchlaßgröße könnte ich Ihnen unseren Typ 95 empfehlen, den gibt´s in Größen Ø34, 35, 36 und 38. Allerdings wäre das Maß B, der Flanschaußendurchmesser, am Einlaß Ø41,5 und am Auslaß Ø42, und das ist weit entfernt von den gewünschten 90.

Auch das Maß C liegt weit entfernt von den gewünschten 90, allein der Mittenabstand der Einzelstutzen liegt schon bei 67.

Es gibt noch den Typ 93, der hat als Durchlaß (Maß A) Ø46, Flanschdurchmesser B Ø55, minimaler Einzelgehäuseabstand C 30 mm. Das sind die einzigen Reihenstutzen, die wir zur Zeit in Serie haben.

Natürlich ist es möglich, eine Variante eines Drosselklappenstutzens zu kreieren, die Ihren Anforderungen genügt. Allerdings bezweifle ich stark, daß sowas für eine Lösung für nur wenige Stutzen bezahlbar ist. Allein schon die Prototypenkosten dürften sich locker auf etliche tausend Euro belaufen, von den Entwicklungskosten mal ganz abgesehen. Eine andere Möglichkeit wäre, wenn sie sich selbst unter http://www.bingpower.de/german/service/ ... etter.html mal die zur Verfügung stehenden Drosselklappenstutzen ansähen und sich dann einen besorgen, den Sie selbst dann auf Ihre Bedürfnisse anpassen. Sie müßten dann allerdings die Gehäuseverbindungsteile und die Achsen selbst herstellen, und dazu müßten Sie schon einiges können. Zum Beispiel das Montieren der Verbindungshebel auf den Achsen, entweder vernieten wir diese Teile miteinander, wofür Sie eine Taumelnietmaschine bräuchten, oder wir verschweißen sie mit einem Laser. Auch das an die Montage anschließende Synchronisieren der Einzelstutzen auf Synchronlauf ist etwas, was ein Hobbyschrauber mit einfachen Mitteln eigentlich grundsätzlich nicht kann, weil ihm die Einrichtungen dafür fehlen. Auch spezialisierte Werkstätten haben solche Meßgeräte NICHT, und schicken dejustierte Drosselklappenstutzen zum Einstellen zu uns ein.

Kurz gesagt, Sie haben sich da so einiges vorgenommen. Ganz ehrlich, wenn Sie da nicht irgendwo vorhandene Teile umbauen können, glaube ich kaum, daß Sie das hinkriegen, erst recht nicht wirtschaftlich. Wenn Sie das als Hobby sehen, und als persönliche Herausforderung, wenn Sie eine gutsortierte Feinmechanikerwerkstatt und fundiertes Wissen haben, können Sie das schaffen, aber ich fürchte, nur dann...

Bedenken Sie bitte, daß ein unpräzises Ansteuern schlechtsynchronisierter Drosselklappen Sie mit Sicherheit nicht froh machen wird. Jede halbe Sache beim Drosselklappenstutzen, jede Improvisation und jeder Kompromiß sorgen immer für ein schlechtes bis grottenschlechtes Laufverhalten des Motors, hier sind schon schlecht synchronisierte Klappen oder leichtes Spiel in den Achsen bei einem Serienmotorrad und mit einem Serien-Drosselklappenstutzen absolut tödlich. Ich rate Ihnen nicht von diesem Projekt ab, aber ich fürchte, ich muß Ihnen bewußt machen, daß Sie sich da auf ein sehr ausgedehntes und schwieriges Projekt einlassen. Wenn Sie weitere Fragen haben, melden Sie sich gerne wieder bei mir.


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